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Für den Alltag in Deutschland genügt meist eine wiederbefüllbare Flasche mit Leitungswasser. Fülle sie zu Hause und unterwegs an ausgewiesenen Trinkwasserbrunnen oder teilnehmenden Refill-Stellen nach. So hast du Wasser dabei und vermeidest Einwegverpackungen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen rund 1,5 Liter Getränke täglich. Diese Menge ist ein Richtwert und keine feste Vorgabe für jede Person. Bei Hitze oder körperlicher Belastung steigt der Bedarf. Bei bestimmten Erkrankungen kann eine Ärztin oder ein Arzt eine Trinkmenge festlegen.
Füll die Flasche zu Hause
Leitungswasser ist eine einfache Grundlage für unterwegs. Die DGE empfiehlt es als Getränk und rät dazu, es in einer wiederverwendbaren Flasche mitzunehmen. Im Berichtszeitraum 2020 bis 2022 erfüllten mehr als 99 Prozent der untersuchten Proben aus zentralen Wasserversorgungen in Deutschland die Qualitätsanforderungen. Das belegt aber nicht automatisch die Wasserqualität an jedem einzelnen Wasserhahn.
Die Hausinstallation kann die Wasserqualität beeinflussen. Das Umweltbundesamt empfiehlt, abgestandenes Wasser ablaufen zu lassen. Lass den Hahn laufen, bis das Wasser kühl aus der Leitung kommt. Bei alten Leitungen oder einem konkreten Verdacht auf Blei frag beim Wasserversorger oder Gesundheitsamt nach. Überschreitungen von Bleigrenzwerten werden laut Umweltbundesamt vor allem am Wasserhahn festgestellt.

Wie viel Wasser brauchst du unterwegs?
Die DGE-Empfehlung von rund 1,5 Litern bezieht sich auf Getränke über den ganzen Tag. Ein Teil des Wassers kommt zusätzlich aus Lebensmitteln. Du musst deshalb nicht unterwegs eine bestimmte Zahl von Flaschen leeren. Wähle eine Größe, die du bequem tragen kannst, und füll bei Bedarf nach.
Bei Hitze empfiehlt die DGE als Faustregel, tagsüber alle ein bis zwei Stunden etwa 0,2 Liter Wasser zu trinken. Sport und andere Belastungen erhöhen den Flüssigkeitsbedarf ebenfalls. Bei Herz- oder Nierenerkrankungen kann eine hohe Trinkmenge schaden. Wenn dir eine Ärztin oder ein Arzt eine Trinkmengenbegrenzung genannt hat, richte dich danach.
Wo kannst du Trinkwasser nachfüllen?
Nutze öffentliche Trinkwasserbrunnen und andere Stellen, die ausdrücklich als Trinkwasser ausgewiesen sind. Die Refill-Deutschland-Karte hilft bei der Suche nach teilnehmenden Nachfüllstellen. Zusätzlich veröffentlichen manche Städte und Wasserversorger Karten ihrer Trinkbrunnen. Welche Stellen verfügbar sind und wann sie geöffnet haben, hängt vom Ort ab.
Ein beliebiger Außenwasserhahn ist nicht automatisch eine sichere Trinkwasserstelle. Achte deshalb auf die Kennzeichnung und lokale Hinweise. Das Umweltbundesamt beschreibt öffentliche Trinkwasserbrunnen im Freien als überwachte Anlagen. Für Spender in Gebäuden sind je nach Ort andere Stellen zuständig. Prüfe auch dort, ob das Wasser zum Trinken gedacht ist.
Welche Mehrwegflasche passt?
Die passende Flasche lässt sich gut verschließen, bequem tragen und gründlich reinigen. Die DGE nennt Glas und Edelstahl als Möglichkeiten für unterwegs. Entscheide auch danach, ob das Gewicht und die Form zu deinem Alltag passen: Eine schwere Flasche bleibt eher zu Hause, während eine umständliche Öffnung die Reinigung erschwert.
Für die Umweltbilanz gibt es keine einfache Rangliste, die für jede Flasche gilt. Bei der Umweltbilanz spielen Material, Herstellung, Nutzungsdauer und Reinigung eine Rolle. Deshalb ist eine langlebige Flasche, die du regelmäßig verwendest, sinnvoller, als allein auf das Material zu achten.

Reinige Flasche und Deckel
Reinige die Flasche regelmäßig nach den Angaben des Herstellers. Dazu gehören auch Deckel, Gewinde und Dichtungen, an denen sich Rückstände sammeln können. Lass alle Teile anschließend gut trocknen. Eine weite Öffnung und wenige schwer zugängliche Ecken machen die Pflege leichter.
Einzelne Laborstudien reichen nicht aus, um eine Regel für alle Flaschen aufzustellen. In einer 2026 veröffentlichten Untersuchung war die mikrobielle Belastung der untersuchten Flaschen nach dem Geschirrspülen rund 90 Prozent niedriger. Andere Laborstudien beobachteten bei bestimmten Kunststoffflaschen nach dem Geschirrspülen eine erhöhte Abgabe einzelner Stoffe. Die Studien belegen kein allgemeines Gesundheitsrisiko durch Kunststoffflaschen und zeigen auch nicht, dass jede Flasche in die Spülmaschine gehört. Halte dich an die Herstellerangaben und reinige die Flasche gründlich.
Was Studien zur Umweltbilanz zeigen
Eine 2026 veröffentlichte Analyse der Umweltwirkungen über den Lebensweg eines Produkts verglich Mehrwegflaschen aus verschiedenen Materialien mit Einweg-PET-Flaschen. Das Modell setzte für einen Liter Wasser außer Haus pro Tag Einwegflaschen mit je 0,5 Litern an. So kamen 730 PET-Flaschen im Jahr zusammen. Der berechnete Klimabeitrag dieser Einwegflaschen lag bei 67,54 Kilogramm CO₂-Äquivalenten. Dieser Wert gilt für das Modell und lässt sich nicht pauschal auf jede Person oder jedes Produkt übertragen.
Eine 2021 veröffentlichte Analyse kam in ihrem eigenen Szenario zu einem anderen Ergebnis: Dort schnitt eine Aluminium-Mehrwegflasche schlechter ab als PET, wenn die tägliche Reinigung mit heißem Wasser oder mit Wasser und Seife eingerechnet wurde. Die Ergebnisse hängen von den jeweiligen Annahmen ab. Auch Nutzungsdauer und Reinigung beeinflussen den Vergleich und erklären, warum sich daraus keine allgemeingültige Materialempfehlung ableiten lässt. Für deinen Alltag zählt vor allem, dass du eine passende Mehrwegflasche lange und regelmäßig nutzt.
Was tut deinem Alltag gut?
Wähle ein paar Ideen, die zu dir passen. Ohne Kalorienzählen, ohne Perfektionsdruck.


