Allgemeine Informationen zu Ernährung und Alltag. Individuelle gesundheitliche Fragen besprichst du mit einer qualifizierten Fachperson.
Wenn du im Restaurant, in der Kantine oder am Imbiss isst, spielen neben deinen Ernährungszielen auch Geschmack, Preis und Auswahl eine Rolle. Du brauchst keinen festen Plan: Wähle ein Gericht, das dir schmeckt. Ergänze es bei Bedarf mit Gemüse oder Salat oder trink Wasser.
Die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) beschreiben, wie eine ausgewogene Ernährung insgesamt aussieht. Sie legen nicht fest, wie jede einzelne Mahlzeit außer Haus aussehen muss. Für gesunde Erwachsene, die sowohl pflanzliche als auch tierische Lebensmittel essen, empfiehlt die DGE unter anderem reichlich pflanzliche Lebensmittel und Wasser als bevorzugtes Getränk.
Was Gästen beim Auswärtsessen wichtig ist
Der Geschmack war vielen wichtig: Im Ernährungsreport 2025 des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat nannten ihn 99 Prozent der Befragten, die außer Haus essen. Auch auf den Preis, die Herkunft und darauf, ob Lebensmittel aus der Region und der Saison stammen, kam es vielen an. 58 Prozent fanden es wichtig, zwischen verschiedenen Portionsgrößen wählen zu können und dafür einen angepassten Preis zu zahlen. Bei den gewünschten Angeboten waren Salat und Fleischgerichte gleichermaßen gefragt.
Die Befragung zeigt, was den Befragten wichtig ist. Sie sagt nicht, wie viel sie tatsächlich essen oder welche Nährstoffe sie aufnehmen. Befragt wurden Personen ab 14 Jahren, und zwar im Mai und Juni 2025. Die Ergebnisse beziehen sich deshalb nicht nur auf Erwachsene. Sie zeigen aber, dass Menschen beim Essen außer Haus mehrere Dinge berücksichtigen: Das Gericht soll schmecken, ins Budget passen und zum Anlass passen.

Beziehe die Mahlzeit auf den ganzen Tag
Eine einzelne Restaurantmahlzeit muss nicht alle Empfehlungen erfüllen. Die DGE-Empfehlungen beziehen sich darauf, was du über den ganzen Tag und die Woche hinweg isst. Sie empfiehlt unter anderem, täglich mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse sowie eine kleine Handvoll Nüsse zu essen und mindestens einmal pro Woche Hülsenfrüchte. Bei einer Ernährung mit pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln sollen Fleisch und Wurst zusammen höchstens 300 Gramm pro Woche ausmachen.
Für deine Bestellung heißt das: Du kannst dein Lieblingsgericht wählen und es bei Bedarf ergänzen. Nimm zum Beispiel Gemüse oder Salat als Beilage oder wähle Wasser statt eines süßen Getränks. Gibt es Vollkorn oder Hülsenfrüchte, passen auch diese gut zu einer Ernährung mit vielen pflanzlichen Lebensmitteln. Du musst nicht jede Möglichkeit nutzen und auch nicht bei jedem Restaurantbesuch dasselbe bestellen.
Wenn die Portion größer ist, als du essen möchtest, frag nach einer kleineren Portion oder einer passenden Mitnahmeoption. Der Ernährungsreport zeigt, dass flexible Portionsgrößen vielen Gästen wichtig sind. Ob ein Restaurant sie anbietet, hängt vom Betrieb ab. Eine kleinere Portion ist dabei keine Pflicht und sagt für sich genommen nichts darüber aus, was du an einem anderen Tag essen solltest.
Prüfe Zutaten und Zubereitung
Die Bezeichnung „vegetarisch“ oder „vegan“ sagt allein noch nicht, wie ausgewogen ein Gericht ist. Zutaten, Zubereitung und Portionsgröße spielen ebenfalls eine Rolle. Eine im 15. DGE-Ernährungsbericht veröffentlichte Untersuchung von 14 Restaurantketten fand: Die untersuchten vegetarischen und veganen Speisen waren aus Ernährungssicht nicht klar besser als die fleischhaltigen Angebote.
Die Untersuchung wertete Speisen aus und befragte 947 Personen zwischen 16 und unter 35 Jahren. Bei 63 bis 80 Prozent der ausgewählten Speisenkombinationen lagen die Werte für Energie, Fett, Zucker und Salz über den verwendeten DGE-Referenzwerten. Die Ergebnisse gelten nur für die untersuchten Ketten und Kombinationen. Sie erlauben keine pauschale Aussage über jedes Restaurantgericht oder jede vegetarische Mahlzeit.
Schau deshalb auf das konkrete Angebot. Ein Gericht mit Gemüse kann trotzdem sehr reichhaltig sein; ein Gericht mit Fleisch kann Gemüse oder andere passende Beilagen enthalten. Wenn die Karte Zutaten oder Beilagen ausweist, hilft das bei der Entscheidung. Fehlen Angaben, kannst du nachfragen, statt aus dem Namen des Gerichts auf seine Zusammensetzung zu schließen.
Berücksichtige Preis und Angebot
Eine ausgewogene Wahl sollte zu deinem Budget passen. Im Ernährungsreport 2025 nannten 69 Prozent der außer Haus Essenden den Preis als wichtiges Kriterium. Auch unter jüngeren Befragten war der Preis für viele wichtig. Wenn eine Beilage oder ein Gericht deutlich teurer ist, kannst du bei einer anderen Mahlzeit am Tag etwas wählen, das besser zu deinem Budget und deinen Vorlieben passt.
Was passt, hängt auch vom Anlass ab. In einer Untersuchung zu Restaurantketten nannten junge Erwachsene unter anderem die gute Erreichbarkeit, schnellen Service und ein verlässliches Angebot als Gründe für ihren Besuch. Die Ergebnisse beziehen sich auf 14 ausgewählte Ketten und eine Altersgruppe von 16 bis unter 35 Jahren. Sie lassen sich nicht ohne Weiteres auf ein unabhängiges Restaurant oder eine Kantine übertragen.
Für Kantinen gibt die DGE eigene Hinweise: Dazu gehören verschiedene Gerichte, vegetarische Speisen, Gemüse und Salat sowie regelmäßig Vollkorn und Hülsenfrüchte. Diese Empfehlungen richten sich an Kantinen und andere Einrichtungen, die viele Menschen versorgen. Sie sind eine Orientierung für ein Essen am Arbeitsplatz, aber keine Bewertung jedes einzelnen Kantinengerichts.

Kläre Allergien und Ernährungsregeln im Restaurant
Bei Allergien, Unverträglichkeiten oder religiösen und kulturellen Ernährungsregeln solltest du direkt nach den Zutaten und der Zubereitung fragen. Wenn bei der Zubereitung unbeabsichtigt Spuren eines Allergens in dein Essen gelangen können (Kreuzkontamination), sprich das ausdrücklich an. Verlass dich nicht allein auf eine allgemeine Bezeichnung wie „glutenfrei“ oder „vegetarisch“, wenn du eine verlässliche Auskunft brauchst.
Kann das Personal deine Frage nicht klar beantworten, wähle eine Alternative, deren Zusammensetzung du besser einschätzen kannst. Bei einer diagnostizierten Erkrankung oder besonderen Ernährungsanforderungen ersetzt eine allgemeine Empfehlung keine persönliche Beratung durch medizinisches Fachpersonal oder eine qualifizierte Ernährungsfachkraft.
Was tut deinem Alltag gut?
Wähle ein paar Ideen, die zu dir passen. Ohne Kalorienzählen, ohne Perfektionsdruck.



